Diskographie
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"Variationen" |
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Carl
Loewe (1796-1869) |
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La
Flute brillante |
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Michael
Denhoff - Portrait darin : |
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"Frei
aber einsam" - Hommage à Joachim |
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"Bonner"
Komponisten |
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Michael
Denhoff (*1955) |
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Julius
Weismann (1879-1950) - Klaviermusik |
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Ohne Abbildung |
Julius
Weismann - Lieder |
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Georg
von Albrecht (1891-1976) |
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Ohne Abbildung |
Wolfgang
Amadeus Mozart (1756 - 1791) |
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Salomon
Jadassohn (1831-1902) Kammermusik |
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Michael
Denhoff "The cello in my life" |
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Michael
Denhoff "Hauptweg und Nebenwege" |
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Florent
Schmitt (1870 – 1958) |
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In Vorbereitung |
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Rezensionen
"Variationen"
(artelier music 1994 / Eigenvertrieb)
von Chopin, Mompou, Clara Schumann, Robert Schumann op.1,
op.13
Süddeutsche Zeitung / W.-E. von Lewinski
B.W. ist eine
besonders interessante Pianistin- im besten Sinne des Begriffes. Das Programm
ihrer CD zeugt ebenso wie ihr kluges, ausbalanciertes, zuverlässig bis in
Dynamik-Differenzierungen hinein geformtes Spiel von einer spezifischen
musikalischen Intelligenz, die sich indes entschieden einem vitalen
Ausdruckswillen unterordnet, mit dem Birgitta Wollenweber fasziniert....stets
ist man unmittelbar gepackt von der Vehemenz eines starken, doch gezügelten
Temperamentes. Poetisches Empfinden, tieflotender Anschlag und eine suggestive
Ausstrahlung zeichnen diese zu großen Hoffnungen berechtigende Pianistin aus.
Köln-Bonner Musikkalender, 1/1995
Eine hochinteressante Edition lauter Variationswerken, die auch
ausgesprochene Raritäten enthält.... Ihre Darstellung der "Sinfonischen
Etüden" braucht keine
Konkurrenz zu fürchten, und die ist hier wahrlich nicht klein.
Kölner Stadt-Anzeiger 25.3.1995
..gerät der Klaviervirtuosin zum artistischen Meisterwerk.
Schumann op.13, dominanter Eindruck : prickelnd wie Champagner, quicklebendiges
Spiel, von immenser Dynamik.
Rheinischer Merkur, 9.12. 1994
...Das Programm ist gescheit ausgesucht und wird intensiv
interpretiert: romantische Klavierliteratur, wie sie junge Solisten wie
Birgitta Wollenweber wieder tieflotend vorzustellen wissen. Auf diese Pianistin
gilt es zu achten - wegen ihrer Poesie und Ausstrahlung.
"Carl Loewe Klavierwerke" Erstaufnahme !
Ambitus 1997 LC: AMB 97 956
Köln-Bonner Musikkalender
...Das ist gedankenklare, empfindungsreiche deutsche
Romantik von zeitlos schlich-
tem Selbstverständnis. B.W. ist nicht nur eine ausgezeichnete Pianistin,
sondern eine feine, bewusst gestaltende Musikerin. ... (Fono Forum)
...Carl Loewe, dessen 200. Geburtstag im letzten Jahr kaum für Aufregung in der
Musikwelt sorgte, gehört noch immer zu den in ihrem Gesamtschaffen
Unentdeckten, hat doch die unglaubliche Popularität einiger seiner Balladen den
Blick auf diesen Schubert-Altersgenossen eher verstellt, der in fast allen
Bereichen interessante Werke hinterlassen hat. Ganz vergessen waren etwa seine
Klavierwerke, von denen Birgitta Wollenweber jetzt einige mit viel Klanggespür
und stilistischem Einfühlungsvermögen auf einer CD vorstellt. ...
Musik & Ästhetik 10/98
...Birgitta
Wollenweber, die den Klaviersatz mit großer Präzision, vor allem auch in der
Zeichnung von melodiebetonten Passagen, gestaltet, hat das Verdienst, mit der
Tondichtung Mazeppa op. 27 (1830) eines der wahrscheinlich auch aus Sicht der
Entwicklung programmatischer Musik wichtigsten Klavierwerke Loewes eingespielt
zu haben. ...Der Repertoirewert der Einspielungen ist enorm. Sie sind wichtiger
Ertrag des Loewe-Gedenkjahres. ...
Fono Forum 12 / 1997
...Birgitta
Wollenweber ist nicht nur eine ausgezeichnete Pianistin, sondern eine feine,
bewußt gestaltende Musikerin mit Poesie und gezügeltem Feuer. Guter
Begleittext, exzellenter Klang.
Piano Mag, III / 1997
...In der Interpretation von B.W. wird in der Geschlossenheit
und melodischen Verträumtheit der Stücke die geistige Verwandtschaft mit Robert
Schumann deutlich....
In verhaltenen und veträumten Läufen durchlebt die ausgezeichnete Pianistin
Motive
wie "Abschied vom Vaterlande" oder "die Meerfahrt des
Auswanderers". Die Musik
wird von B.W. empfunden kommentiert, auffallend dabei ist die angenehme Armut
an Effekten, die einer reifen Gestaltung der Stücke genügend Platz gibt. ...
Die ausladen-
deren Werke im 2. und 3. Abschnitt der CD geben B.W. Gelegenheit, ihr hohes
technisches Niveau zu zeigen. Allerdings geschieht dies wiederum in jener
stillen Entsprechung des Werkes. Komposition und Interpret bilden auf dieser CD
eine gelungene Einheit. Bravo !
"La flute brillante"
Französische Flötenmusik nach 1750 für Flöte und Klavier
Michael Faust, Flöte
WDR / TMK 1997 010069
Das Orchester 6/98
...Auf der vorliegenden CD wird uns nun eine
Zusammenstellung wenig bekannter Werke aus der Zeit von 1870-1920 überreicht.
...Michael Faust ist - vom anfänglichen Mysterium bis zum finalen Champagner -
äußerst überzeugend und variantenreich in seiner musikalischen Farbgebung. Die
Klarheit seiner Intonation, die Strahlkraft sein-
es Instruments lassen nicht die geringste Verfehlung zu.
...u. B.W. begleitet vorzüglich. Die Pianistin erinnert höchst passenderweise
daran,
dass das Klavier Faurés bevorzugtes Ausdrucksmittel war, u. sie versteht es,
mit
großer Persönlichkeit u. Biegsamkeit den Charme seiner Harmoniesprache zu
vermitteln....Diese Platte sei jedem empfohlen, der sich für franz. Musik
interessiert.
Kein Liebhaber der Flöte wird enttäuscht werden, denn die Interpretation ist
von
höchster Qualität.
Kölner
Stadtanzeiger 20.9.97
...Meisterlich geht das Duo zu Werke. Faust bläst sehr
gefühlvoll und intonationsrein
und berücksichtigt bei aller Auskostung der einzelnen melodischen Linie stets
den gesamten Spannungsbogen. Wollenweber grundiert verlässlich und setzt
darüber hinaus eigene Akzente pianistischer Noblesse. ...
Köln-Bonner Musikkalender 12/98
...Höhepunkt des Programms ist freilich die halsbrecherisch
virtuose "Carmen-
Fantasie" von Francois Borne, die den berühmten Geigenstücken eines
Sarasate in nichts nachsteht: Da kommt eine kapriziöse Zigeunerin daher, der
keiner was vor-
macht und die ihre Zuhörer in begeisterten Bann schlägt. Das tut sie natürlich
dank
der virtuosen Kunst des Flötisten und der stets wachsamen, die Entwicklung mit-
tragenden Pianistin. Diese Platte ist für Flötenfreunde ein Muss, aber auch für
alle,
die sich gern mal von der musikalischen Hauptstrasse entfernen.
"Hommage à Joachim" in der Reihe "Frei, aber
einsam"
Werke von Joseph Joachim
Florin Paul, Violine
Tacet 56 1998
Köln-Bonner Musikkalender 12/98
...In
der Wiedergabe durch den jungen, aus Rumänien stammenden Geiger Florin
Paul, der mit sehr ausdrucksvollem, flexiblem Ton musiziert und auch die Hürden
des rauschhaften Schumann-Finales sicher meistert, wird die romantische Grund-
stimmung dieser Musik lebendig, die auch im von Birgitta Wollenweber einfühlsam
gestalteten Klavierpart aufscheint. Insgesamt ist diese Produktion, die auch
klang-
technisch hohe Ansprüche erfüllt, eine echte "Raritäten"-Fundgrube
für den Lieb-
haber feinsinniger Kammermusik.
.NZ 9-10/98
...Auf dieser CD
sind fast ausschließlich Raritäten versammelt, wie sich überhaupt
die ganze Serie der Reihe "Frei aber einsam"
weniger bekannten u. selten eingespiel-
ten Werken der Umkreises von Robert Schumann und
Johannes Brahms widmet. ... Das geigerisch teilweise höchst anspruchsvolle Werk
wird von den Interpreten ... mühelos gemeistert, u. die einzelnen Sätze werden
in ihrer formalen wie personalstilistischen Individualität besonders
herausgearbeitet....Joachim verfolgte
das Komponieren... mit größter Selbstkritik, so daß
nur wenige Werke gedruckt wurden. Dies erstaunt um so mehr, als daß alle hier
vorgelegten Stücke höchst originelle und im Falle des op.5 mitreißende Werke
darstellen. Diese Qualität kommt in der differen-
zierten, einfühlsamen Interpretation durch B.W. und
F.P. überzeugend zur Geltung.
Stereoplay 9/98
...Hier finden wir das genaue Gegenteil zu dem derzeit
üblichen Weichspüler-Spiel. Keine überzeichnete Geige im Spotlight mit einem
Klavierbutler im Hintergrund - sondern intensives Musizieren, Ausleuchten, Zeit
nehmen, damit sich Stimmungen entwickeln können, Duo-Qualitäten. ...Ich wurde
beim Hören in einem Maße von der Sonate in Beschlag genommen, dass mir die
Interpreten völlig aus dem Sinn kamen. Joseph Joachims jeweils 3 Stücke op.2
und 3 sowie die Romanze in C-Dur leben
von der Kunst des Erzählens, Fabulierens u. der Atmosphäre. Da bleiben bei
Paul-Wollenweber keine Wünsche offen. Höchste Bewertung f. Interpretation,
Klang
und Repertoire
Klassik heute 9/98
...Der Geiger besticht durch einen sehr männlichen,
herb-sinnlichen Ton u. wird von seiner Duo-Partnerin adäquat begleitet. Dass
bei TACET die Klangtechnik keine Wünsche offen lässt u. die Farbwerte der
Instrumente besonders klar zur Geltung
bringt, gilt auch für diese Produktion.
"Hebdomadaire" von Michael Denhoff (* 1955)
SFB Berlin / Col legno (1999) WWE 2 CD 20011
Fono Forum 10/99
Am Klavier schätzt Michael Denhoff die altbekannten, nur
scheinbar widersprüchlichen Tugenden: das breite Spektrum an
Ausdrucksmöglichkeiten und die gleichzeitige Beschränkung aufs Wesentliche,
ohne "kulinarisches Blendwerk". Von dieser Maxime wird "
Hebdomadaire" (1990) getragen, ein großdimensionierter Zyklus aus 52
wöchentlichen Miniaturen, eingeteilt in vier Hefte zu je 13 Stücken,
dramaturgisch und strukturell vielfach untereinander verbunden. ...Im
rhythmisch orientierten 3.Heft werden die Klangstrukturen durch die dezente
Integration von Schlaginstrumenten erweitert. ...Birgitta Wollenweber hält sich
sensibel an die kompositorische Fraktur. Somit ist Transparenz angesagt, kein
Klangnebel.
NZ 1/2000
... Denhoff geht es primär um die Darstellung von
musikalischer Rede im Sinne Beethovens. In der Konzentration auf das Klavier
sieht er eine Möglichkeit, frei vom kulinarischen Blendwerk eines größeren
Instrumentalapparates" zu arbeiten und
so zum Wesentlichen vorzustoßen, der Idee. Hebdomadaire spiegelt auf diesem
Hintergrund seine intensive Auseinandersetzung mit der Musikgeschichte
...Birgitta Wollenwebers plastisches Spiel hat diese Zusammenschau, die Bernd
Alois Zimmermann als die "Kugelgestalt der Zeit" bezeichnet hätte,
von Beginn an im Visier.
Klassik heute 5/2000
Wo manche das
Klavier schon für tot erklärt haben, gehört sicherlich Mut zu einer solchen
Kompositionsweise; anderseits aber wirkt nach dem Ende fundamentalistischer
Musikbetrachtung dieser Art des Musizierens irgendwie wieder völlig natürlich.
Daran hat die sehr feinfühlige und klangschöne Brigitta Wollenweber ihren
erheblichen Anteil. Ihre Technik ist souverän genug, um sich ganz den inneren
Klangwelten dieser oft aphoristischen Stücke zu öffnen und einen
dramaturgischen Bogen durchzuhalten.
Bonner Generalanzeiger, 5.8.1999
...Tatsächlich bietet das geradezu riesenhafte
"Wochenbuch" mit seinen mehr als
zwei Stunden Musik eine dramaturgisch und thematisch eng verwobene Abfolge von
Stücken, eine Essenz, die den Formwillen des Komponisten geradezu in jeder
Passa-
ge widerzuspiegeln scheint. Mit der Pianistin B.W. hat der Komponist eine
ideale Interpretin für seine "52 Stücke vom Jahr" gefunden.. B.W. beweist,
daß sie eine Pianis-
tin ist, die sich auf die Musik einzulassen vermag. Das dokumentiert nicht
zuletzt ihre Aussage, welche immense technisch-pianistische Herausforderungen
es in den 4 Heften des Hebdomadaire" zu bewältigen gilt, ihre
Interpretation lebt von der um-
fassenden Auseinandersetzung mit der Musik auf formaler, dramaturgischer und
technischer Ebene, zu der außerdem eine gelungene, sehr direkte digitale
Aufnahme beiträgt.
Köln-Bonner Musikkalender 12 / 99
....Erstaunlich ist die Vielfalt der Ausdruckscharaktere,
die jedes der 52 Stücke auszeichnen, wobei dennoch der persönliche Stil
Denhoffs unverkennbar bleibt für jeden, der sich in seine Musik etwas eingehört
hat. Und wer sie noch nicht kennt, für
den bietet gerade "Hebdomadaire" eine gute Chance, mit der Musik
eines Komponis-
ten vertraut zu werden, der sich in einer stetigen und konsequenten Entwicklung
zu einem der namhaften Exponenten der jüngeren deutschen Komponistengeneration
emporgearbeitet und sich seinen Weg gesucht hat ,ohne auf gewisse Modeströmun-
gen Rücksicht zu nehmen. ...Zudem steht die vorliegende Interpretation des
Zyklus
durch B.W. auf denkbar höchstem Niveau: Man spürt überall die Erfahrung mit der
Musik Denhoffs, die unter ihren Händen so klar und natürlich klingt, als spiele
sie
Mozart, und sie entlockt dem Flügel (wie auch den zusätzlichen Klangerzeugern
in
Heft 3) ein fein differenziertes Klangpanorama ( die Techniker beim SFB haben
hier Vorzügliches geleistet), wie man es gerade bei Aufnahmen neuer Musik nur
allzu häufig vermissen muß. Schließlich ist auch die Aufmachung dieser
Doppel-CD sehr gelungen und geschmackvoll...
Klaviermusik
von Julius Weismann (1879-1950)
Dabringhaus & Grimm 1999 (MDG 605 0877-2
Vertrieb: Naxos)
Rheinische Post, 19.1.00/ Fermate 2/00
Diese CD ist ein Spitzenprodukt,... entstanden mit Hilfe
des Duisburger Julius-Weismann-Archivs. ..Den guten Eindruck von der
Klaviermusik des Komponis-
ten gewinnt man vor allem durch das einfühlsame und technisch unbestechliche
Spiel der 1963 geborenen Pianistin Birgitta Wollenweber. Und bei der
Aufnahmetech-
nik übertrifft sich die Detmolder "Musikproduktion Dabringhaus und
Grimm" selbst: Selten gibt es eine CD mit einem so natürlich strahlenden
Klavierklang ohne falsche Brillanz. Lesenswert auch der ausführliche
Beihefttext des Duisburger Musikreferenten Gerd Rataj über Leben und Werk
Weismanns. Eindeutige Kaufempfehlung.
Piano News 9-10/99
Eine wahrliche Entdeckung: zum einen die Musik Weismanns ,
die zwischen Spätromantik und Impressionismus herrliche Früchte aufzeigt, zum
anderen die in
allen Nuancen zwischen hartem Zugriff und lieblicher Anschlagskultur spielenden
Birgitta Wollenweber - äußerst empfehlenswert.
Fono Forum 9/99
.Hochinteressantes
gibt es zu entdecken, zumal die souveräne Birgitta Wollenweber diesen Kosmos
sehr feinnervig und prägnant durchmisst. Sie versteht sich auf die
Kunst der kleinen
Crescendo 10-11/99
.und allein der virtuose, ungemein dichte Klaviersatz etwa
der Etüden op. 109 ist faszinierend. Erfreulicherweise meistert Birgitta
Wollenweber auch die größten Schwierigkeiten stets souverän.
Klassik heute 12/99
Dies vorweg: Tonmeister Friedrich Wilhelm Rödding hat den Flügel in einer
Räumlichkeit eingefangen, die fast schon sinfonisch zu nennen ist.
Eine derartig farbenreiche und zugleich in Ihrer Klangcharakteristik lupenrein
natür-
liche Klavier-CD habe ich noch nie gehört. ... Die ausgewählten Stücke sind ...
bestens geeignet, die Entwicklung dieses fantasiereichen Meisters in vielen
Facetten kennenzulernen. Die Interpretationen von Birgitta Wollenweber sind
souverän und geschmackvoll, wenn auch ihr äußerst kraftvoller Anschlag stets
knapp an der Grenze
zu bleierner Schwere bleibt, die sie jedoch nie überschreitet.
BBC Music Magazine
11/99
...the
larger-scale Traumspiele inspired by mountain scenery is impressive, and the
two extracts from his late 24 Preludes and Fugues suggest the whole Fugenbaum
(Fugue-Tree) would be worth hearing.
pizzicato 11/99, Frankreich (Übersetzung)
... MDG bietet uns ein sehr bedeutendes Dokument, das die
Entwicklung des Komponisten aufzeigt, als Beispiel hier seine Klaviermusik.
...Die Pianistin Birgitta Wollenweber schenkt uns mit dieser Platte ein
wunderbares Moment der romanti-
schen Musik. Es erzeugt eine wohltuende, sehr warme Atmosphäre.
Répertoire 2/2000, Frankreich (Übersetzung)
... B.W, hat ein weiches und lebendiges Spiel bewiesen,
natürlich entspannt in der Wiedergabe dieser Sprache. Sie schafft eine
wunderbare Charakterisierung von je-
dem Stück. Gleichzeitig beweist sie einen großes Gespür für die Konstruktion
der kleinen Form. In dieser Abfolge von bodenständigen Motiven unterstreicht
sie die Eleganz und die Konzentration der Komposition als auch die
Großzügigkeit der melodischen Linien, dabei den Genuß der Originalität der
Werke von Weismann,
die so klar in der Tradition der deutschen Romantik des 19. Jahrhunderts
verankert
sind, zulassend.
Klaviersonaten
von Georg von Albrecht (1891-1976)
Real Sound (Italien) 2000, Vertrieb Deutschland:
Musikwelt Tonträger Münster
Fono Forum, Dezember 2000
.... heute unbekannte Größen, die, zumindest was ihre
Klaviermusik betrifft, Reso-
nanz verdient hätten. Von Albrecht, der u.a. bei Tanejew und Glasunow
studierte,
nähert sich der Klaviersonate aus konstruktiver Sicht ...., wobei er
Emotionalität keineswegs vernachlässigt. Die zweite Sonate etwa verarbeitet die
Schrecken des Krieges auf sublime Weise. Manchmal fühlt man sich auch an die
Intensität
Scriabins erinnert. Albrecht war ein Bekenntnismusiker. Birgitta Wollenweber
ist
eine Interpretin, die auch Komplexes nicht überfrachtet, die zwischen Verstand
und Gefühl die Balance findet und zur beredten Anwältin dieses
interessanten Komponisten wird.
Salomon
Jadassohn (1831-1902)
Klaviertrio op.85, Klavierquartett op.77,
Klavierquintett op.126
Mathias Wollong, Jörg Fassmann, Violinen, Hartmut
Rohde, Viola
Michael Sanderling, Violoncello, Birgitta
Wollenweber, Klavier
RS 051-0036
MUSICA 12 / 02 , Milano (Übers.)
Sehr gediegen, sicherlich ein wenig lehrmeisterlich, aber alles
andere als langweilig oder grob, ist die Kammermusik von Salomon Jadassohn ,
von der uns Real Sound
mit dieser neuen CD, aufgenommen im Gustav Mahler - Saal in Toblach im Dezember
2001, eine interessante Kostprobe anbietet.
Geboren in Breslau in eine wohlsituierte Familie, verließ Jadassohn mit 17
Jahren
seine Stadt, um am Konservatorium in Leipzig seine Studien fortzusetzen.
1849-51 war er Schüler von Liszt in Weimar und nach seinem Diplom wurde er
Dirigent des Chores der Synagoge in Leipzig.......
In sehr kurzer Zeit hat er sich hervorgetan als Theorie-, Kompositions-,
Instrumentations- und Klavierlehrer. Er brachte ein sehr bekanntes Werk der
Theorielehre heraus, das mehrmalige Neuauflagen erfuhr und in verschiedenen
Übersetzungen gedruckt wurde.
Erwähnenswert sind insbesondere seine Kammermusikwerke und Werke für Klavier
solo, aber er komponierte auch 4 Sinfonien, 2 Konzerte für Klavier und
Orchester und eine Reihe geistlicher Werke.
Die 3 Stücke, die hier präsentiert werden - alle in 4 Sätzen angelegt und alle
von gleichem inhaltlichem Wert, gehören bereits zur kreativen Phase seiner
Reifezeit.
Quartett und Trio - veröffentlicht 1884 bzw. 1887, sind deutlich geprägt vom Einfluß
Mendelssohns (ohne Umschweife erkennbar im Scherzo von op.77), der natürlich
in Leipzig als besondere Persönlichkeit galt. Das Werk mit der reichsten
Substanz
auf dieser CD, auch wenn die beiden anderen ihm dicht folgen, ist wohl das
Quintett, das - abgesehen von seiner mit 24 Minuten nicht ausladenden Länge -
von großem Atem und Ausgeglichenheit zeugt, energisch und dramatisch im 1.Satz,
nobel lyrisch
im 2.Satz, stürmisch und leidenschaftlich im Finale.
Einfach ohne Tadel ist die fließende Lesart, die uns von den 5 ausgezeichneten,
hervorragend vorbereiteten Instrumentalisten offeriert wird, angeführt vom
Einfluß
und der Klasse der Pianistin Birgitta Wollenweber, einer Künstlerin, die sehr
aktiv
ist in der Verbreitung von wenig bekannten Werken:
Wir finden es richtig, an dieser Stelle wenigstens ihre Diskographie zu
erwähnen,
die - was die Klaviermusik betrifft- Julius Weismann (MDG), Carl Loewe
(Ambitus)
und Georg von Albrecht (Real Sound) gewidmet ist.
FONO FORUM 7/03 und Auszug in den Kieler Nachrichten 29.4.03
Satte Töne :
Dem 1831 in Breslau geborenen Komponisten Salomon Jadassohn
hat einst guter Ruf als handwerklich erstklassiger Tonsetzer, als pianistisch
hoch begabter Liszt- und Moscheles-Schüler sowie als bedeutender Pädagoge und
Leh-
rer von Größen wie Busoni, Delius, Grieg, von Reznicek oder Weingartner nicht
viel genützt. Vielleicht stand der 1902 gestorbene Professor an der berühmten
Leipziger Musikhochschule doch zu sehr im Schatten von Carl Reinecke. Ganz
sicher hat den jüdischen Komponisten (1831-1902) der schwelende Antisemitismus
an den Rand
des Vergessens gedrängt. Ein Verlust: Jadassohns hier zusammengeführte Werke
des späten 19. Jahrhunderts prägen in ihrer kraftvollen Rhetorik, formalen
Solidität
und reich schattierten Moll-Harmonie allemal einen eigenständigen Ton aus. Wer
mag, kann innerhalb der unbegrenzt wuchernden Melodieseligkeit schlesische
oder jüdische Anklänge nachempfinden. Ansonsten begegnet ein interessanter Mix
aus Mendelssohn- Tradition und Wagner-Verehrung.
Es ist
jedenfalls eine Lust, sich nun hörend in diese unbeirrt hochromantische
Kammermusik fallen lassen zu dürfen, zumal die exquisiten Instrumentalisten das
einzig Richtige mit ihr tun: Sie greifen in die Vollen. Straffe Tempi und satte
Töne tragen mühelos über die meisten Salon-Sentimentalitäten hinweg, die
Feinabstimmung in
der Artikulation belebt Jadassohns Liebe zum Kontrapunkt. Vielleicht das
c-Moll-Trio, ganz bestimmt aber das g-Moll-Quintett sollte über das vorliegende
starke Plädoyer hinaus im Umfeld von Schumann und Brahms stärker ins
Bewusstsein rücken.
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Interpretation |
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Klang |
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